ÜBEN?! WIE GEHT DAS?

Instrument zu erlernen ist Bereicherung und Herausforderung zugleich. Nicht nur für den Instrumentalisten selbst, sondern auch für sein Umfeld. Musik hat bei nahezu jedem von uns täglich einen Platz, am Morgen um in Schwung zu kommen, in der Mittagspause um Abzuschalten oder am Abend zum Entspannen. Doch um Musik selbst machen zu können und dabei sogar selbst für Entspannung oder Freude zu sorgen braucht es Übung.

In meinen Anfangsjahren war das das Reizwort: „Üben“.

„Hast du heute schon geübt?“, war oft die Frage meiner Mutter an mich. Trotz war meine erste Reaktion und das Instrument blieb unbespielt in der Ecke liegen. Unterschätzen Sie ihre Rolle als Elternteil nicht, egal welches Instrument ihr Kind erlernen möchte. Tägliches Training ist in der Musik, so wie im Sport, nötig um Freude am Musizieren erfahren zu können, denn:

„Je mehr ich das Instrument beherrsche, desto mehr Freude habe ich daran!“

Kinder gehören nun aber manchmal, oder auch öfter, daran erinnert zu trainieren. Gerade in der Anfangszeit ist es so wichtig sich täglich mit dem Instrument zu befassen. Aus meiner langjährigen Erfahrung weiß ich, wie schnell Kinder grundlegende Regeln wieder vergessen. Sie als Eltern/teil haben nun die Aufgabe zu Hause ihr Kind zu ermuntern täglich zu musizieren.

Und das ist der springende Punkt: NICHT ÜBEN -> MUSIK MACHEN, das ist das warum jemand ein Instrument erlernt. Sei es alleine oder in der Gruppe, MUSIZIEREN ist das was zählt.

Darum versuchen Sie es von Anfang an mit Sätzen wie:

„Hast du heute schon Musik gemacht?“ oder „Lass uns Musik machen gehen.“

Sie sollen dabei sein, wenn die ersten und auch die späteren Gehversuche auf der Klarinette gemacht werden.

Zuhören, applaudieren, nachfragen, interessieren, dadurch lernt ihr Kind am allerbesten. Damit auch Sie die Grundlagen über das Spielen mit der Klarinette wissen, würde ich es begrüßen, wenn Sie in den ersten 1-4 Unterrichtsstunden dabei sind.
Denn: Klarinette lernen ist nicht immer einfach. Es wird Auf und Abs geben, Dinge, die leicht von der Hand gehen und Dinge, bei denen man dringend ermunternde Worte braucht, um nicht an den eigenen Unzulänglichkeiten zu verzweifeln.
Dazu ist es auch notwendig zu wissen:

„Nur weil etwas einmal klappt, heißt es nicht, dass man es kann.“

Ein Instrument zu erlernen, heißt sich immer wieder mit den Mängeln der eigenen Fertigkeiten auseinanderzusetzen. Sie und ich wissen genau, dass das ihr Kind noch nicht versteht. Darum braucht es unsere Unterstützung, um immer wieder mit neuem Elan „anzugreifen“.
Denn wie bereits gesagt: „Musikmachen – das ist das was zählt.“